„Wasserspiele“ auf dem Spritzenwettbewerb 2013
Wurringer Buurewehr feiert 15jähriges Bestehen
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Köln-Worringen
Am vergangenen Sonntag veranstaltete die Wurringer Buurewehr zu ihrem 15jährigen Bestehen einen Wettbewerb mit historischen Handdruckspritzen auf dem St. Tönnis Platz. Sieben Gruppen gingen an den Start und wetteiferten um den Pokal. Als Veranstalter durfte die Wurringer Buurewehr (gewann bereits mehrmals) selbst nicht teilnehmen, jedoch überließ sie ihre Spritzpumpe den Kölschen Funkentötern, deren Kommandant H. D. Annas Kommandant bei beiden Gruppen ist. Rund um den Wettbewerb gab es viel Spiel und Spaß für Kinder und für das leibliche Wohl war –neben Kuchen, den man gegen eine kleine Spende bekommen konnte- nach guter alter Feuerwehrtradition auch gesorgt.

Zu sehen, wie damals „in der guten alten Zeit“, ein Feuer bekämpft wurde war ein spannendes, aber vor allem lustiges Erlebnis für die ganze Familie. Denn die Gruppen ließen es sich nicht nehmen nicht nur anschaulich, sondern vor allem mit viel Witz die Besucher mit ihren Löschvorführungen bestens zu unterhalten.
Um den Wettbewerb zu gewinnen, galt es in vier Bewertungsbereichen (jeweils max. 20 Punkte erreichbar) möglichst gut abzuschneiden. Jürgen Wolff (Leiter der Feuerwehr Aachen), einer der drei Schiedsrichter, die den Sieger ermitteln mussten, bewertete mit seinen Kollegen Auftreten und Originalität der einzelnen Gruppen (Gleichheit der Uniformen), Alter und Zustand der Handdruckspritze und die erreichte Wassermenge im Auffangbehältnis. Die älteste historische Handdruckspritze (1860) besitzt die Feuerwehr Siegburg-Wolfsdorf.

Die Platzierungen der Gruppen und die erreichte Wassermenge:
1. Feuerwehr Uedem (52 Punkte)
2. Feuerwehr Eisern (50 Punkte)
3. Feuerwehr Bürrig-Küppersteg (48 Punkte)
4. Kölsche Funkentöter (47 Punkte)
5. Feuerwehr Bronsfeld (46 Punkte)
6. Feuerwehr Siegburg-Wolfsdorf (40 Punkte)
7. Feuerwehr Geldern (38 Punkte).

„Trotz mäßiger Besucherzahl, die sicherlich aus derschlechten Witterung resultiert, sind die Buure mit dem Verlauf der Veranstaltung zufrieden“, so Marcus Bröder, Leiter der Worringer Feuerwehr.

Über die Wurringer Buurewehr:
Die Original Wurringer Buurewehr ist ein fester Bestandteil in der Gemeinschaft der Freiwilligen Feuerwehr Worringen. Die Buurewehr wurde am 17. Mai 1998 von den Gründungsmitgliedern: Hans-Dieter Annas, Marcus Bröder, Wilhelm Geuer und Jakob Sturm gegründet. Bereits in den Jahren 1995 bis 1997 wurde auf Einladung der Kölschen Funkentöter, dem Traditionscorps der Berufsfeuerwehr Köln, an historischen Spritzenwettbewerben mit einer Mischung aus feuerwehrtechnischem Einsatz, historischen Uniformen, einer historischen Handdruckspritze aus dem Jahr 1880 und  karnevalistischen Einlagen teilgenommen. Der hieraus entstandene Spaß an der Freud mit geliehenen Uniformen und überaus erfolgreichen Platzierungen, veranlasste die Gründungsmitglieder eine eigene originelle historische Gruppe zu gründen. So entstand die „Original Wurringer Buurewehr“. Die ersten Statuten wurden auf einem Bierdeckel und einem Kellnerblock festgehalten. Nun hieß es, weitere Kameraden für diese historische Truppe zu gewinnen. Bereits bei der ersten Mitgliederversammlung am 10. Mai 1999 waren 13 interessierte Kameraden der Löschgruppe bereit, der Wurringer Buurewehr beizutreten. Nun ging man erst einmal daran, die Gruppe einzukleiden. Es wurden Helme, Uniformjacken und Koppeln bestellt, und weiße Hosen aus der Kleiderkammer der Berufsfeuerwehr Köln geliehen. Die Uniformen entsprechen zum größten Teil der Dienstkleidung von Feuerwehrmännern Ende des 19. Jahrhunderts. Von nun an begann ein reges und aktives Vereinsleben. Die Wurringer Buurewehr machte sich über die Grenzen Kölns hinaus einen Namen. Es folgten Einladungen aus Nah und Fern - z.B. Recklinghausen, Rommerskirchen, Firmenich-Obergartzem, Oberhausen, Langerwehe bei Düren, Arloff-Kirspenich, Neukirchen-Hülschrath. Des Weiteren organisierte die Wurringer Buurewehr, zusammen mit den Kölschen Funkentötern, mehrere Spritzenwettbewerbe im Stadtbezirk Köln, u. a. in der Köln-Messe, in Köln Rodenkirchen und in Worringen. Hier konnten immer wieder gute Platzierungen und sogar Siege erreicht werden. Viele Jahre unterstützte die Buurewehr das Sommerfest der Kinderklinik an der Amsterdamer Straße. Tradition hat auch die Teilnahme am Umzug der Roggendorfer Schützen. Die Buurewehr besteht heute nicht mehr nur ausschließlich aus Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Worringen. Auch Männer, die nicht der Freiwilligen Feuerwehr angehören, haben sich aus Leidenschaft der Gruppe angeschlossen und so zählt die Wuuringer Buurewehr heute 19 aktive Mitglieder. Präsident ist Frank Stockhausen.

WorringenPur.de/14.09.2013
Bericht & Fotos: Heike Matschkowski
3 Fotos: FW Worringen
Redakt. & digit. Bearbeitung: Matschkowski