Pacem in Terris:
”Chorweiler Friedensglocke” erklingt im Krebelshof
NETZwerk-Organisation dankt allen Helfern
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Köln-Worringen
Nach zahlreichen Aktionen, in denen die im „NETZwerk Flüchtlingshilfe Worringen“ registrierten Helfer seit März 2015 Flüchtlinge unterstützt

hatten, war es am 3. November einmal Zeit allen für ihre Einsätze zu danken. Als dafür passenden Ort wurde die beliebte Jugend- und Kulturstätte Krebelshof ausgesucht. Paul Rainer Weissenberg (stellvertretender NETZwerksprecher) begrüßte im „Kuhstall“ zunächst alle, die der Einladung zum ersten Helfertreffen gefolgt waren. Ein Dank ging auch an den Leiter der Einrichtung, Vassilios Touplikiotis, der mit Anna Kubisa das Team Jugend im NETZwerk betreut und für das Helfertreffen den „Kuhstall“ zur Verfügung stellte.

Kaspar Dick (NETZwerksprecher) stellte im Anschluss Herrn Dr. von der Stein, Facharzt für Psychologie, vor. Er gab einen kleinen Einblick in seine Arbeit mit traumatisierten Flüchtlingen und beendete seinen aufschlussreichen Vortrag mit dem Hinweis, dass niemand helfen und dafür Dank erwarten sollte, gleichwohl dies ein Grundsatz der Menschlichkeit sein sollte.

Aus Sicht der Organisatoren ist der historische Krebelshof, der schon immer Menschen aller Generationen und Religionen miteinander verbunden hat, der richtige Ort, um sich hier zu solch einem Anlass zu treffen und ein Zeichen zu setzen.

So feierte die „Chorweiler Friedensglocke“ (sie trägt die Inschrift Pacem in Terris = Frieden auf Erden) an diesem Abend nicht nur ihre Premiere im Krebelshof, sondern auch in Worringen überhaupt. Gegossen mit der Erde zahlreicher Flüchtlingsländer und erstmalig erklungen auf dem Pariser Platz in Chorweiler, soll ihr Klang die Hoffnung auf Frieden in die Welt hinaustragen. In feierlicher Runde dankte Heike Matschkowski (Leitung Öffentlichkeitsarbeit) im Namen der NETZwerk Organisation allen Ehrenamtlern mit einer an die Helfer gewandten Rede und schlug die Glocke 3 x symbolisch für drei Wünsche an:

  • dass das Elend und die Flucht der Menschen ein Ende nimmt,
  • dass bald dauerhafter Frieden eintritt,
  • dass die Helfer hier (und weltweit) sich weiterhin wie ein Schild vor die Flüchtlinge stellen – verbunden mit dem Dank für ihr Ehrenamt.

Bei einem kleinen Imbiss, dessen Sponsor nicht genannt werden möchte, dem aber umso größerer Dank gebührt, und Getränken wurde im Anschluss die Möglichkeit zu zahlreichen Gesprächen genutzt. Im Hintergrund lief eine Diashow ab, in der alle  -vor allem zahlreiche, persönliche bisher nicht veröffentlichte Fotos mit Flüchtlingen- und bisherigen Aktionen der NETZwerker zu sehen waren.

Ein kleiner Wehrmutstropfen war die Anzahl der anwesenden Helfer, die im Vergleich zu denen, die registriert sind, gering war. Die Organisatoren hätten gerne mehr von ihnen an diesem besonderen Tag gedankt.


WorringenPur.de/18.12.2015
Bericht & Fotos: Heike Matschkowski