Junge Talente begeistern im Haus Schlösser
„Frau Nachbarin“ präsentierte musikalischen Nachwuchs
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Worringen
Ein fast volles Haus und drei musikalische Programme von jungen Talenten sorgten im Haus Schlösser erneut für einen gelungenen Abend, gewohnt präsentiert von Barbara Herrlich und Beate Rademacher, alias „Frau Nachbarin“. Mit „Katja Krämer“ und „Pianojoe“ als Solisten, sowie der „Basti Schank-Band“, hatte Frau Nachbarin drei unterschiedliche Musikprogramme geboten, die ausnahmslos gut beim Publikum ankamen und über fast vier Stunden begeisterten. Dass eine halbe Stunde vor Mitternacht noch eine Zugabe gefordert wird, ist schon selten, zeugt aber von der Qualität der Musiker.


Das Programm startete mit der Solistin Katja Krämer, die mit ihrer Gitarre ihren ersten öffentlichen Auftritt absolvierte. Der ist ihr, trotz spürbarer anfänglicher Nervosität, zweifellos gelungen. Vorrangig präsentierte sie eigene Songs, aber auch Kompositionen von Bob Dylon wie „Wagon Wheel“. Besinnliche und flotte Lieder, aber auch eigene Songs wie „Schwiegerpapa“, „Famillijejedööns“ und „Du kannst fliegen“, deren Inhalte dem täglichen Leben entnommen sind, begeisterten die Zuhörer. Auch das Thema Liebe kommt in ihren Liedern immer wieder vor. Zum Abschluss durfte auch mitgesungen werden und der anhaltende Applaus der Zuhörer war Katja Krämer gewiss, nicht nur weil sie mit ihrer Stimme und der musikalischen Darbietung überzeugte, sondern auch weil ihre sympathische Art, ihre Musik zu präsentieren und zu vermitteln, beim Publikum ankam.

Im zweiten Teil des Programms mit der Kölner „Basti Schank Band“ stieg nicht nur die Stimmung, sondern auch die Höhe der Dezibelwerte. Das Quintett mit Schlagzeug, Gitarren und Keyboard füllte -im positiven Sinne- umgehend den Raum im Haus Schlösser. Mit flotten Songs,

aber auch besinnlichen Titeln wie „Wenn wir sterben“, hatten die fünf Musiker das Publikum schnell im Griff und bei Songs wie „No Woman, no cry“ zeigte sich dieses dann auch sehr textsicher. Lieder, wie „Single wenn sie`s braucht“, animierten zum Mitklatschen und kamen bei den Zuhörern ebenfalls sehr gut an. Das kurzweilige Programm des Quintetts endete mit der geforderten Zugabe und dem Abschlusssong „Grünes Wunder“. Die Basti Schank Band überzeugt die Zuhörer in allen Belangen, denn die Stimme von Leadsänger „Basti“ und auch die Bandmitglieder wie Keyboarder Benedikt Czylwik, Bassist Richard Axelson, Schlagzeuger Dennis Sent und auch das weibliche Bandmitglied Ellikay (Gesang und Backings/Percussion) überzeugten beim Publikum. Auch die lockere und publikumsnahe Art der Gruppe, die jederzeit zu kleinen Faxen bereit war, kam bei den Anwesenden gut an und auch hier gab es einen anhaltenden Abschiedsapplaus.

Das dritte musikalische Highlight des Abends, war zu später Stunde der Solist Meinolf Deges, der als „Pianojoe“ seine Zuhörer begeistert. Er

ist seit 20 Jahren bereits musikalisch aktiv und hat ein umfangreiches Repertoire mit Titeln der 60er und 70er Jahre von überwiegend bekannten Musikern, aber oft auch deren weniger bekannte Songs. Der Einstieg mit „Don`t think twice“ von Bob Dylan war gleich ein Volltreffer und die weitere Songauswahl traf dann auch schnell den Nerv des anwesenden Publikums. Bei Hits wie „Here comes the sun“, „Hey Jude“ und „Let it be“ wurde kräftig und textsicher mitgesungen. Aber auch mit Hits wie „Piano Man“, „Desperado“ oder „Moonshadow“ konnte “ Pianjoe“ überzeugen, auch weil seine Stimme für Songs dieser Art sehr passend und ausgeprägt ist. Das Publikum bis kurz vor Mitternacht, nach fast vier Stunden musikalischer Darbietungen, noch so zu fesseln, dass noch Zugaben gefordert werden, zeugt zweifellos von der Qualität der an diesem Abend aufgetretenen Musiker.

Hier hatte „Frau Nachbarin“ erneut eine gute Auswahl getroffen und alle drei Präsentationen hätten einen eigenen Abend verdient gehabt. Ob die Solisten Katja Krämer und Pianojoe oder die Basti Schank Band; alle Musiker konnten das Publikum begeistern und überzeugen.

Zum Jahresabschluss im Haus Schlösser am 14. Dezember gibt es eine Programmänderung, aber mit „Dr. Mojo“ konnte erneut ein Musiker verpflichtet werden, der sein Publikum mit Oldies, Blues und Folksongs zu begeistern weiß. Karten sind wie immer im Vorverkauf im Haus Schlösser oder an der Abendkasse erhältlich.


WorringenPur.de/17.11.2018
Bericht & Fotos: Jakob Mildenberg
Redakt. & digit. Bearbeitung: Matschkowski