Nistkästen bauen im Flüchtlingsheim
Ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung unserer Fauna und Flora
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Köln-Worringen
Unsere forstwirtschaftlich ausgerichteten Wälder und die gepflegten Gärten in Städten und Dörfern bieten den Höhlenbrütern unter den Vögeln kaum noch Nistmöglichkeiten. Meisen, der Kleiber, Spatz und Star würden gerne in morschen Bäumen ihre Nisthöhlen bauen – doch die gibt es nur sehr selten in Gärten und im Wirtschaftswald. Sie nehmen deshalb gerne Kästen an, die bastelfreudige Naturliebhaber bauen. Mit wenig Aufwand wird damit ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung unserer Fauna und Flora geleistet.

In den kommenden Jahren werden Meisen &Co. in der Nähe und rund um das Wohnheim für Flüchtlinge in Worringen keine Not haben, eine Nistgelegenheit zu finden. Denn rechtzeitig zum Beginn der Brutzeit für kleinere Vögel bauten Kinder im Flüchtlingsheim Worringen artgerechte Nistkästen. Dazu war Wolfgang Tylus von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Ortsgruppe Dormagen, angereist. Im Gepäck hatte er vorgefertigte Teile für ein Dutzend Nistkästen.

Beim Zusammenbau der fertig geschnitten und vorgebohrten Teile konnten die Kinder und Jugendlichen nach einigen kleinen Hinweisen ihr handwerkliches Geschick ausprobieren. Ein Kasten nach dem anderen wurde gefertigt und bekam das „OK“ vom Experten. Zufrieden waren alle über das Ergebnis – die Kinder hatten etwas sehr Sinnvolles geschaffen und Wolfgang Tylus freute sich als Naturschützer über die vielen Zusatz-Bruthöhlen für die Vögel.

In einer weiteren Aktion wurden die Kästen angestrichen. Jetzt hängen sie bereits in den umliegenden Bäumen und warten auf brutfreudige Bewohner. Vielleicht können die Kinder sogar miterleben, wie die Eltern ihre Jungtiere aufziehen und wie sie ausfliegen. In jedem Fall hat die Aktion Nistkastenbau im Wohnheim für Geflüchtete allen Beteiligten viel Freude bereitet.


WorringenPur.de/19.03.2018
Bericht & Fotos: Hans Bernd Nolden
Redakt. & digit. Bearbeitung: Matschkowski