Stolze Wagenbauerinnen und Wagenbauer
 anlässlich der Wageneinweihung
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Köln-Rheinkassel/Worringen
War es die defekte Lautsprecheranlage oder waren es die liebevoll gestalteten Festwagen, die Prinz Manny I. zum Schweigen brachten? Das erste war naheliegend, das zweite entsprach wohl eher der Wahrheit. Wie sonst war es zu erklären, dass ein sichtlich beeindruckter Prinz Manny I. sich so gar nicht aus der Wagenbauhalle in Rheinkassel verabschieden wollte. Die Musik hatte längst Ruh, die Lautsprecheranlage sowieso, als sein Hofstaat die Initiative ergriff. Er stimmte den Büttenmarsch der Löstige Junge an, und mit dem Prinz im Schlepptau sangen sie sich selbst aus der Halle.

Ehrlich gesagt, wer immer die Gelegenheit nutzte, um die Wageneinweihung in Rheinkassel zu besuchen, verstand Prinz Manny I. Wer ihm bei der Anprobe seines Prinzenwagens zusah, bemerkte sehr schnell, der will jetzt sofort losfahren. Es schien, als wisperten die Werkzeuge und Materialien in der Halle: Kamelle, Kamelle.  Die bunten, prächtigen Festwagen von den Rot-Weißen, den Grün-Weißen, den Schwarz-Weißen, den Närrischen Grielächern und dem Männergesangverein schienen sich selbständig auf den Weg machen zu wollen, um endlich, endlich das Licht der närrischen Worringer Welt zu erblicken. So war es nicht verwunderlich, dass die Halle gewaltig brodelte und die Wagenbauerinnen und Wagenbauer aller Gesellschaften mit Stolz die Besichtigung und Abnahme durch den Prinzen erwarteten.


Wie gut, dass die Rot-Weißen auf Oberbekleidung mit Knöpfen verzichtet hatten. Denn es hätte ins Auge gehen können. Bei so viel stolz geschwellter Brust war nicht auszuschließen, dass sich der ein oder andere Knopf selbständig gemacht hätte. Nun, der voreingenommene Betrachter stellte fest, dass Wagenbauchef Michael Pleißner mit seiner Frau und Mannschaft wiederum ein sehr ansehnliches Meisterwerk geschaffen hatte. „Sehr, sehr schön“ entfuhr es Prinz Manny I., als er neben dem Wagen stand. Doch als er von seinem Prinzenwagen das wahre Ausmaß und die liebevollen Details des Wagens erkannte, war ihm deutlich anzusehen, dass er zu gerne als vierter Mann der Kartenrunde mitgefahren wäre. Oder wollte er etwa den Funk ersetzen, denn er hatte sich schon bei Michael Pleißner erkundigt, warum denn immer ein Funk mit auf dem Wagen sein müsste. „Ja, muss, lieber Prinz! Denn die Funken sind die Vereinsjecke, und die müssen überall dabei sein“. Die Kreativabteilung innerhalb der rot-weißen Wagenbauer mit Hans-Jürgen Schlimgen, Rüdiger Schmitz und Ramona Peter trug angespornt vom Rest der tätigen Wagenbauerinnen und Wagenbauer maßgeblich zum Erfolg dieses Comicstrips auf vier Rädern bei. Nicht unerwähnt blieben die vielen Überstunden von Rüdiger Schmitz, der im heimatlichen Keller den Bau der Figuren und anderem schmückenden Beiwerk kräftig vorantrieb. Und selbst Präsident Markus Hund ließ es sich nicht nehmen, kräftig Hand anzulegen, was ihm die Hochachtung seines Wagenbaus einbrachte.


WorringenPur.de/27.02.2019
Bericht & Fotos: Dieter Trojahn
Mit freundlicher Unterstützung von Thomas Bochem
Redakt. & digit. Bearbeitung: Matschkowski